Matthias Mletzko (Bass)Mletzkos`s musikalische Neigungen waren schon früh ausgeprägt: Er stand hinter Triangel und Xylophon in der Grundschulklassencombo. Erste Kontakte mit der Gitarre gab es in den early sixties in der Pfadfinder-Szene. Man versuchte ständig, das House of the rising Sun-Riff in den Griff zu bekommen. Mitte der Sechziger hinterließ der Besuch des American Folk Blues Festivals in Frankfurt bleibende Eindrücke - insbesondere die rauhe Authentizität von Typen wie Big Joe Williams (Baby please don`t go), Sonny Boy Williamson (Trying to make London my Home), Junior Wells (Checking on my Baby) oder Otis Rush (Itīs not my own Fault) hatte es ihm angetan. Daraufhin wurde die Pfadfinder-Klampfe mit zwei zusätzlichen hohen Saiten in eine Folkblues-Guitar verwandelt. Mitte bis Ende der Sechziger war Mletzko stark geprägt durch die frühen Stones, Hendrix, Canned Heat, Doors, Bob Dylan oder Johnny Winter und den British Blues von Mayall, Ten Years After, Savoy Brown und vor allem Taste und Cream.
Mletzko war regelmäßiger Besucher der Katakomben in der Mainzer Kaiserstraße, dem damaligen gegenkulturellen Hangout mit Jazz- und Blues-Gigs. Dort spielte u.a. die Mainzer Rhythm & Blues-Band Beachcombers mit dem begnadeten Musiker und Schulkameraden Armin Stöwe. Kurz danach gründete Armin zusammen mit dem Drummer Roland Schupp die Band Sixty Nine. Derartige Gig-Erlebnisse nährten den Traum, selber einmal auf der Bühne zu stehen. 1970 erwarb Mletzko einen stark gebrauchten Gibson EB-2 Bass samt Vox AC 100-Amp. Durch Zettelkontakte im Mainzer Unterhaus fanden sich Dieter Degler (g), Hermann Schneider (voc), Joska Fiedermutz (dr), Matthias Mletzko (b) und jammten zunächst locker auf abendlichen Parties.
Die Gruppe verfestigte sich dann unter den Namen Blues News. Stücke wie Dust my
Broom groovten recht ordentlich. 1973 zerfiel die Band. Im Kontext des Drifts in die damalige Polit-Szene beging
Mletzko gleich mehrere Todsünden: Er verkaufte den Bass, eine bildschöne BMW R 69 S und zog sich aus der Musik
zurück. Mitte der achtziger Jahre gab es eine kurze Kontrabass-Episode mit einem Mietinstrument, das allerdings
beim Umzug einen Halsbruch erlitt. "Des is aber praktisch, des mer den zusammefalde konn!", sagte der Möbelpacker.Zum Wiedereinstieg in die Musik kam es erst wieder 1996. Mletzko drückte sich an der Scheibe von "Uncle Toms Music" die Nase platt und kaufte einen gebrauchten Ibanez- Bass. Von 1997-2002 spielte Mletzko mit der Mainz-Wiesbadener Gruppe NJC ("Jomph" Hertling (g, voc) Norbert Barth (g, voc) Anne Deutschmann-Fleck (voc), Thomas Bauer (dr)) 60er/70er-Jahre Grooves. Dann wurde es Zeit für einen Fender Jazz Bass. Er nahm zunächst Unterricht bei Hansi Malolepssy und dann bei Lexi Kercher, neuerdings Rumpel. 2003-2005 probte er bei der CCR-Coverband Swampmoon. 2005 kreuzten sich die Wege mit Christoph und Karsten. Seitdem heißt die Devise: Charlie Crow Band only!